Häufigste Fragen

Lohnt sich ein Gaspreisvergleich?

Zwar ist die Auswahl der Gasanbieter nur in den Ballungsgebieten nennenswert, jedoch...

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Gaswechsel


Seit 2006 haben sich die deutschen Gaslieferanten darauf geeinigt, dass die privaten Haushalte ihren Gasanbieter frei wählen können. So kann man nun seinen Gasanbieter so einfach und frei wechseln, wie man es beim Telekommunikationsanbieter und auch beim Stromanbieter tun kann. Erfreulich ist dies für den Wettbewerb, denn die Öffnung der Märkte schafft Transparenz und günstigere Gaspreise für den Endverbraucher.

Hintergrund dieser Öffnung war, dass einige Gasanbieter die Gaspreise enorm angezogen hatten. Dies endete mit massiven Protesten und Klagen der Kunden. Besonders E.ON hatte mit vielen Klagen zu kämpfen, denn sie erhoben ihre Preise innerhalb von einem Jahr um rund 25 Prozent. Die Richter verlangten in der Folge, dass die Preiskalkulationen offengelegt werden, was E.NO auch tat – der Verbraucher bekam allerdings keinen Einblick. Inzwischen hat sich dies grundlegend geändert, sodass der Endverbraucher absolute Preistransparenz erwarten kann.

Möchte man als Endverbraucher auf Gas umsteigen, ist dies ein reicht einfacher Vorgang. An erster Stelle steht hierbei der Preisvergleich. Dies kann man schnell im Internet vornehmen, denn zwischenzeitlich gibt es sehr viele Webseiten, die genau diesen Service anbieten. Hat man ein günstiges Angebot gefunden, gilt es, sich mit dem Gasanbieter in Verbindung zu setzen. Dieser kann genau Auskunft darüber geben, ob er zum Objekt überhaupt Erdgas liefern kann. Hierzu benötigen die Versorger den Namen und die Anschrift des Objektes, dass mit Erdgas versorgt werden soll.
Des weiteren wird die Größe des Gebäudes, die zu beheizende Fläche und eine Informationen darüber, ob es sich um einen Altbau oder einen Neubau handelt. Zudem ist ein Lageplan erforderlich, der eine Rohrführung beinhaltet und bei Neubauten ist zusätzlich ein Kellergrundriss erforderlich. Des weiteren muss der Anbieter für einen unverbindlichen Kostenvoranschlag genau wissen, wo der Verbraucher das Erdgas einsetzen möchte. Zur Wahl stehen hier Heizung oder Warmwasserbereitung, Heizung und Warmwasserbereitung, zum Kochen oder als Vollversorgung für alles zusammen.

Ist der Verbraucher mit dem Kostenvoranschlag einverstanden muss ein Antrag auf Gasversorgung unterschrieben werden. Parallel dazu sollte man sich mit einem örtlichen Gasinstallationsunternehmen in Verbindung setzen, um Informationen über Heizungsanlagen oder andere Gasgeräte zu erhalten. Zudem kann nur ein solcher Fachbetrieb die Installationen vornehmen. Des weiteren ist ein Kontakt mit einem Schornsteinfeger erforderlich, der sich um die Abgasführung kümmern muss.
Sind die Installationsarbeiten erledigt, wird vom Gasinstallateur ein Inbetriebsetzungsantrag bei den jeweiligen Stadtwerken gestellt. Die Stadtwerke setzen einen Gaszähler, als Verbindung zwischen dem Hausanschluss und der hausinternen Gasinstallation, ein.

Im Anschluss wird der Haushalt von nun an mit Erdgas versorgt. Hierbei ist es für den Verbraucher wichtig zu wissen, dass dies übergangslos verläuft. Es gibt also keine Wartezeiten, keine Zeiten in denen man ohne Warmwasser oder ohne Heizung da steht und auch keine Zeiten, in denen man nicht kochen kann.
Bisher fürchten vielen Menschen den Wechsel aus Angst davor, einige Tage ohne Versorgung zu sein. Dies ist aber in keinem Fall so, denn wie bei den Stromanbietern auch, ist der alte Versorger verpflichtet, solange den Haushalt zu versorgen, bis die neue Installation perfekt steht.
Gleiches gilt im übrigen auch beim Wechsel zu einem günstigeren Gasanbieter.