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Wie lange reichen die Gasressourcen noch aus?
Immer wieder ein Thema ist die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe. Bereits in den nächsten Jahren sollen viele fossile Energielieferanten aufgebraucht sein. Daher ist die Entwicklung von alternativen Antriebskonzepten immer wieder ein Thema in Politik und Wirtschaft.
Nach der Kohle wurde das Erdöl zu einem entscheidenden Schmiermittel und man ging sehr sorglos damit um. Mehr als 40% des weltweiten Energieverbrauchs wurden mit Erdöl gedeckt. Inzwischen wird das Erdöl aber knapp, auch wenn der Erdölverbrauch aufgrund moderner Techniken in den letzten Jahren auf 37% zurückgegangen ist. Die Suche nach alternativen Brennstoffen wie Erdgas, Sonnenenergie und Wasserkraft hat schon lange begonnen und zeigt inzwischen viele interessante und verwertbare Ergebnisse.
Reichen die fossilen Brennstoffe wirklich nicht mehr aus oder wird hier doch sehr viel mit der Angst der Bevölkerung gespielt? Heute werden mehr als 70% der Ölvorkommen vom Verkehr in der Luft, auf dem Wasser und auf der Straße verbraucht. Die Frage, wie lange die Ressourcen denn noch reichen, ist also in erster Linie eine Frage nach den Ölreserven. Allerdings spielt auch Erdgas seit einigen Jahren eine bedeutende Rolle.
Tatsache ist, dass sich die bestätigten Ölreserven von 1970 bis zum Jahre 2000 fast verdoppelt haben. Und dies trotz eines ständig steigenden Weltölverbrauchs. Die bestätigten Gasreserven haben sich in der Zeit von 1970 bis 2000 fast vervierfacht, sodass in den letzten 30 Jahren mehr Gas gefunden als verbraucht wurde.
Fragt man sich also, wie lange diese Ressourcen noch ausreichen werden, gibt es statistische und dynamische Betrachtungsweisen. Bei Öl bezieht man sich meist nur auf die bestätigen Reserven, die den Statistiken zufolge noch für 20 bis 45 Jahre reichen würde. Allerdings darf man hierbei nicht die Ressourcen vergessen, wie die nicht konventionellen Kohlenwasserstoffe wie Schweröle, Ölschiefer sowie Gashydrate und Aquifere. Zudem wird der technische Fortschritt im Laufe dieses Jahrhunderts so weit fortschreiten, dass verbrauchsärmere Maschinen hergestellt werden.
Des weiteren ist der Abbau von Ölsanden, Ölschierfern und Schwerstölen sowie Erdgas heute rein technisch auch aus extrem dichtem Gestein möglich. Die technologischen Entwicklungen werden auch in dieser Richtung weitergehen. So wird es nicht nur neue Methoden geben, sondern auch immer weiter daran gearbeitet werden, die Abbaukosten zu minimieren. Bisher konnten die Abbaukosten für Ölsande von 2 auf 8 Dollar pro Barrel gesenkt werden. Aus diesen Gründen kam es auch zu einer Ausweitung der Ölsandproduktion weltweit.
Sogenannte Ölfander suchen seit einigen Jahren mit der modernsten Technik nach neuen Lagerstätten. Geowissenschaftler begutachten mit Höchstleistungscomputern die geologische Unterwelt und suchen dort nach ölhaltigem Gestein. Für die Suche nach Erdöl erfand ExxonMobil ein Verfahren, mit dem Namen 3-D-Seismik“. Inzwischen wird es von der gesamten Ölbranche genutzt und liefert hervorragende Ergebnisse. Die Bemühungen sind demnach vielfältig – zum einen, neue Lagerstätten aufzudecken und zum anderen, die Technologien verbrauchsarm zu gestalten.
Berücksichtigt man also alle diese Punkte, wie Erdöl noch für 210 Jahre und Erdgas für rund 190 Jahre der Menschheit zur Verfügung stehen.
Jedoch darf man sich in keinem Fall zurücklehnen, denn alle Bodenschätze sind nicht unendlich verfügbar. Zwar kann niemand ganz genau sagen, wann die Ressourcen ausgeschöpft sind, aber eines ist sicher: irgendwann ist Mutter Erde ausgelaugt.
