Häufigste Fragen

Lohnt sich ein Gaspreisvergleich?

Zwar ist die Auswahl der Gasanbieter nur in den Ballungsgebieten nennenswert, jedoch...

mehr..

Werbung

 

Der kostenlose GAS-Tarifrechner

Die günstigen Tarife für Ihre Region finden und bis zu 300 Euro sparen!
PLZ:
Verbrauch:
erweiterte Dateneingabe öffnen


Gaspreise



Keinem dürfte entgangen sein, dass die Gaspreise in letzter Zeit teilweise horrende Sprünge nach oben machen. Um die Anhebungen zu verstehen, sollte ein Blick auf die Geschichte der Gaswirtschaft in Deutschland geworfen werden.

Geschichte des Gasmarktes

Seit der Öffnung des Gasmarktes, im Jahre 1998, haben sich enorme Veränderungen in der Preispolitik abgezeichnet. Ursprünglich wollte man mit der Öffnung erreichen, dass mehr Wettbewerb in die Energie-Industrie kommt. Dies war allerdings nicht der Fall. Anders als beim Strommarkt, sind die ganzen Verflechtungen, die vom Versorger bis zum Kunden reichen, sehr kompliziert. Diese Konzerne konnten weiterhin unbescholten schalten und walten, denn bis zum Jahr 2005 gab es keine Regulierungsbehörde, die für Kontrolle gesorgt hätte. Doch bereits 2003 hat man zumindest einen Schritt in Richtung Preisgerechtigkeit. Die sogenannte Gasnovelle sollte verspätet noch einige für das Jahr 2000 von der EU vorgegebene Richtlinien umsetzen. Versorgungsmonopole wurden so, bis auf ein paar Ausnahmen, weitestgehend zerschlagen. Außerdem sollte allen Anbietern gleicher Zugang zu den Gasnetzen gewährt werden. Von einer fairen Umsetzung dessen ist man aber heute immer noch sehr weit entfernt. Im Februar 2006 sollte dann in Zusammenhang mit dem Bundeskartellamt Druck auf die monopolistischen Anbieter und ihre Preispolitik ausgeübt werden. Zum 1. April sollten diese es jedem Privatkunden ermöglichen, den Anbieter zu wechseln. Da aber zu dem Zeitpunkt außer den sechs bereits vorhandenen Konzernen E.ON, RWE, MITGAS, ENTEGA, Spreegas und der Thüga Ag noch keine anderen Anbieter auf dem Markt waren, fand zu diesem Zeitpunkt kein Wechsel statt. Darauffolgend wurde diese Aktion als „Aprilscherz“ bezeichnet. Bei vielen weiteren Erhöhungen sind die sogenannten „Gasrebellen“ auf den Plan getreten, die die hohen Preise einfach nicht mehr bezahlt haben. Der Bundesgerichtshof entschied letztendlich aber zugunsten der Anbieter. Hoffnung gibt es jetzt aber, da eine EU-Kommission gerade Druck auf E.ON und RWE ausübt. Da sie der Kartellarbeit beschuldigt sind, haben sie angeboten, ihre Gasnetze an die EU abzugeben. Im Gegenzug würde eine weitere Untersuchung entfallen.

Wechseln Sie jetzt!

Im Jahre 2007 lag der Gaspreis für 3000 Liter noch bei 1423 Euro. Im Dezember desselben Jahres allerdings stieg der Preis für die gleiche Menge auf 1986 Euro an. Im Bundesdurchschnitt sind die Preise im Vergleich zum April 2007 damit um 3,3 % gestiegen. Januar 2008 flaute das Preishoch dann minimal auf 1924 Euro ab. Außerdem für Frustration sorgt die Tatsache, dass in einigen Bundesländern mehr, in anderen weniger gezahlt wird. Dies geht soweit, dass in dem einen Bundesland für 7000 kWh 331 Euro gezahlt werden und in dem anderen 606 Euro. Und das für die gleiche Menge Gas. Die Anhebungen sind nicht zuletzt auf einige Erhöhungen des Ölpreises zurückzuführen. Aber auch die Anbieter selbst, zumindest die großen, schrauben ihre Preise unter teilweise fadenscheinigen Begründungen nach oben. Denn selbst die Begründung mit dem Erdölpreis kann heute nicht mehr funktionieren. Die sogenannte Ölpreisbindung ist kein Gesetz oder wirtschaftlich real existierender Faktor im Gasgewerbe. Sie wurde lediglich erfunden, um eine Konkurrenzsituation zwischen Erdöl und Erdgas zu vermeiden. Dies ist momentan aber nicht mehr nötig. Es handelt sich also nur um eine Vereinbarung zwischen den einzelnen Gasanbietern.
Die Erhöhungen insgesamt machen seit dem Jahr 2000 immerhin 75% aus. Damit dürften die Gasrechnungen eines Drei-Personen-Haushalts in Deutschland um mehrere hundert Euro gestiegen sein.
Auch in diesem Jahr wird es wieder massive Erhöhungen geben. Gegen diese werden die bisherigen aber eher wohlwollend erscheinen. Über 100 Anbieter werden die Preise erhöhen. Spitzenreiter ist E.ON mit bis zu 25%. Laut einer Studie von Verivox.de haben bis jetzt 164 Versorger ihre Preise gesenkt. Dagegen stehen 478, die ihre Preise erhöht haben. In der Mitte befinden sich 99 Versorger, die überhaupt keine Veränderung vorgenommen haben. Die gleiche Studie hat ergeben, dass man mit einem Vergleich der einzelnen Anbieter bis zu 50% sparen kann. Daher können wir nur dazu raten, mittels eines Stromrechners einen Vergleich anzustellen. Mit der Eingabe von nur wenigen Daten, die nichts über sie aussagen, können Sie leicht und schnell den richtigen Tarif herausfinden. Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, müssen Sie diesen nur noch kontaktieren und den Vertrag aufsetzen. Alles weitere wird der neue Anbieter dann für Sie erledigen. Der Gaswechsel ist ungefährlich, laut Gesetz dürfen nämlich keine Versorgungslücken entstehen. Aus diesem Grund ist ein Wechsel einfach nur empfehlenswert.